Die Starboot Schweizermeisterschaft wurde im Rahmen der BIG(3) Series Internationale Deutsche und Schweizer Meisterschaft  vom 13. - 16. Mai 2026 beim Yachtclub Radolfzell auf dem Bodensee ausgetragen.
56 Mannschaften aus 8 Nationen kämpften in insgesammt 7 Läufen um den Gesamtsieg.
Freundlicherweise habe ich von unserem aktiven Starsegler Urs Hunkeler die folgenden Informationen über die kombinierte Deutsche und Schweizer Meisterschaft der Starsegler erhalten:

  • Wie vor ein paar Jahren in Bregenz, damals 3 Nationen, hat sich die gemeinsame Meisterschaft zweier Nationen sehr bewährt. Zusätzlich zu den Teams aus Deutschland und der Schweiz haben Mannschaften aus Holland, Dänemark, Kroatien, Portugal und Frankreich teilgenommen. Insgesamt haben 56 Teams den Weg nach Radolfzell unter die Räder genommen.
  • Speziell war, dass der Anlass in Radolfzell vom dort ansässigen Club zusammen mit dem Yachtclub Rapperswil organisiert wurde. Die beiden Clubs waren hervorragende Gastgeber und sie organisierten je einen Abend für die Teilnehmenden. Am Schweizer Abend gab es Raclette und am Deutschen Abend, man höre, Zürich Geschnetzeltes! Einzig die Kälte im Festzelt hielt die Stimmung und die Dauer der Abende in überblickbaren Grenzen.
  • Schon bei der Anreise verhiessen die Wetterprognosen kaltes und regnerisches Wetter. Dies liess jedoch auch Hoffnung auf Wind aufkommen. Wind hat es am ersten Tag tatsächlich reichlich gegeben: genug für vier Wettfahrten und jede dauerte mehr als eine Stunde. Und insbesondere in der zweiten Regatta bliess der Wind mit bis zu 25 Knoten stark, was einige Materialschäden nach sich zog. Einige Teams sind an diesem ersten Tag gar nicht erst ausgelaufen.
  • Am zweiten Tag war die Windstärke bescheidener. Ausgelaufen wurde erst nach dem Mittag und der Wind reichte nur für eine Regatta. Die zweite Regatta des Tages wurde kurz vor Ende der zweiten Kreuz wegen einschlafendem Wind abgebrochen. Eigentlich schade, denn kurz darauf frischte der Wind aus der gleichen Richtung erneut auf.
  • Der letzte Regattatag war etwas ein Tortour, denn im Gegensatz zu den ersten beiden Tagen wurde das Feld von einigen Regenzellen mit teils kräftigem Wind überzogen. Bei diesen Verhältnissen versuchte die Regattaleitung drei Starts mit jeweils schwarzer Fahne, was ein paar Disqualifikationen nach sich zog. Alle Versuche mussten wegen Massenfrühstarts abgebrochen werden. Danach wartete das bereits reichlich dezimierte Feld auf neuen Wind, der dann tatsächlich eintraf und zwei abschliessende Wettfahrten erlaubte. Während den Tagen gab es Diskussionen darüber, ob die Anzahl der teilnehmenden Schweizer Teams die Vergabe des SM-Titels erlauben würde. Gemäss Reglement müssten an vier Regatten im Minimum 15 SUI-Teams starten. Diese Anzahl wurde nur in der Wettfahrt am zweiten Tag erreicht. Trotzdem entschied sich der Swiss Sailing Delegierte, Lukas Landolt, aufgrund des starken Teilnehmerfeldes zur Vergabe des Titels und der Medaillen.
    Die Schweizer und Deutschen Medaillen gingen an die ersten drei Teams der Gesamtrangliste.  Dies sind:

    - 1.Rang: Hubert Merkelbach und Markus Koy       (D)
    - 2.Rang: Piet Eckert und Frederico Melo                  (CH)
    - 3.Rang: Michael Hestbaek und Jan Eli Gravad      (DEN)

Hier ist der Link zur Schlussrangliste